Eine Woche Zeit...

...um das Drumherum unter die Lupe zu nehmen

 Ich sage euch: Wenn jemand zu diesem Berg hier sagt: ›Heb dich empor und stürz dich ins Meer!‹ und wenn er dabei in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, dass das, was er sagt, geschieht, wird es eintreffen.  Markus 11
Das kann man natürlich nicht wörtlich nehmen, oder?

 

Das ist schon ein bisschen übertrieben von Jesus – oder sagen wir, man muss das im übertragenen Sinn verstehen. Und es geht ja gar nicht um den Berg. Wer sollte den einen Berg ins Wasser stürzen wollen? Es geht um Berge des Alltagslebens.

Solche Gedanken gehen mir durch den Kopf, wenn ich diesen Satz lese – wie kann Vertrauen alleine die Kraft haben, einen Berg ins Meer zu stürzen? Aber tatsächlich gibt es etwas, das sehr konkret die Kraft hat, einen richtig großen Berg ins Meer zu stürzen. In unseren Meeren schwimmt nämlich ein gewaltiger Berg aus Plastik. Geschaffen durch menschlichen Konsum und Wachstumsstreben, durch Ignoranz, durch das Verlangen nach immer mehr. Die große Frage ist nicht, wie bekommen wir einen Berg ins Wasser gestürzt – sondern wie kommt der Berg aus dem Meer wieder hinaus.

Eine wirklich schwierige Aufgabe. Davon steht nichts im Bibeltext.

  • Können wir das überhaupt wieder in Ordnung bringen?
  • Wir als Menschheit?
  • Oder ist da schon zu viel Müll im Meer?
  • Was soll ich als einzelne Person da schon machen?
  • Ist das nicht aussichtslos?

 Es ist gerade nicht gemeint, dass ich mir etwas wünsche und dann geschieht es. Nein. Sondern an Gott glauben, das gibt Kraft, das macht mutig, das motiviert. Aus der Kraft der Liebe Gottes etwas tun. Und so zu lieben, so zu glauben – damit kann man Berge versetzen.

Lasst uns der Welt zeigen, dass so zu lieben und so zu glauben stärker ist als Konsumieren, Produzieren und Ignorieren.

KONTAKT Simon Schu, Vikar, Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung der EKvW Fon: 0231-5409-73, Mail: Simon.Schu@moewe-westfalen.de