Eine Woche Zeit...

...für den Geschmack der Region

Dann sprach Gott: Siehe, ich gebe euch alles Gewächs, das Samen bildet auf der ganzen Erde, und alle Bäume, die Früchte tragen mit Samen darin. Euch sollen sie zur Nahrung dienen. Genesis 1,29
Geht man mit in der Chronologie der Bibel, ist der Mensch von Gott zunächst als Veganer geschaffen.

Nur Pflanzen, ihre Samen und ihre Früchte sind ihm von Gott als Nahrung gegeben. Das Angebot auf unseren Tischen ist unendlich vielfältiger geworden. Bananen sind so selbstverständlich wie Weintrauben im Januar. Dass das nicht gut fürs Klima ist, braucht heute niemand mehr zu erklären.

Zum Thema Fleisch: Erst bei dem erneuerten Bund Gottes mit den Menschen nach der Sintflut wird die Möglichkeit der Nahrung erweitert.  Gott sagt zu Noah und seiner Familie

Alles, was sich regt und lebt, soll euch zur Nahrung dienen.
Das alles übergebe ich euch wie die grünen Pflanzen. Genesis 9,3

Also machen wir jetzt alles richtig mit dem im wachsenden Wohlstand bei uns veränderten Lebens- und Ernährungsgewohnheiten, zu denen selbstverständlich das "tägliche Fleisch", außer am Freitag, dazugehörte? 
Offenbar merken viele, dass daran eben nicht alles richtig ist. Laut einer Studie der Krankenkasse vividabkk wollen sich immer mehr junge Menschen nachhaltig ernähren und auf tierische Produkte verzichten, weil sie davon überzeugt sind, dass zu viel davon nicht gesund ist.

Gottes Bund mit Noah und seinen Nachkommen gilt nicht nur den Menschen

Siehe, ich richte meinen Bund auf mit euch und mit euren Nachkommen nach euch 10 und mit allen Lebewesen bei euch, mit den Vögeln, dem Vieh und allen Wildtieren der Erde bei euch, mit allen, die aus der Arche gekommen sind, mit allen Wildtieren der Erde überhaupt. Genesis 9,9

Unsere Verbundenheit mit allen Geschöpfen fordert Papst Franziskus in seiner Enzyklika Laudato si immer wieder ein. Das bedeutet Respekt und keine Verzweckung des anderen Geschöpfes. Nicht alles ist nur für den Menschen geschaffen, sondern hat einen eigenen Lebenszweck.

Bei unserer Ernährung hat das Konsequenzen, denn weniger Fleischkonsum schützt das Klima, ebenso wie die Ernährung mit saisonalen und regionalen Produkten.

Waltrud Kilian, Pastoralreferentin