Eine Woche Zeit...

...für junges Gemüse

Zum Menschen sprach er:
Weil du auf die Stimme deiner Frau gehört und von dem Baum gegessen hast,
von dem ich dir geboten hatte, davon nicht zu essen,
ist der Erdboden deinetwegen verflucht.
Unter Mühsal wirst du von ihm essen alle Tage deines Lebens.
Dornen und Disteln lässt er dir wachsen und die Pflanzen des Feldes wirst du essen.
Im Schweiße deines Angesichts wirst du dein Brot essen,  bis du zum Erdboden zurückkehrst; 
denn von ihm bist du genommen,  Staub bist du und zum Staub kehrst du zurück.

Genesis 3,17-19

Der Mensch hat die Regel gebrochen. Mann und Frau im Teamwork haben sich über die von Gott gesetzte Grenze hinweggesetzt und die verbotene Frucht gepflückt und gegessen.
Die Strafe ist die Mühsal des Lebens auf der Erde. Gott verweist den Menschen auf seine Herkunft.
"Adama" bedeutet Erdling. "Von der Erde bist du genommen, zur Erde kehrst du zurück." Das hören wir bei jeder Beerdigung am Grab. Gott erinnert Adam und Eva an ihre Sterblichkeit. Sünde ist, wenn der Mensch die Grenzen nicht respektiert, sich von Gott entfernt, sich selbst überhebt über die Schöpfung.

Die Ausbeutung und Zerstörung der Natur bricht viele Regeln. Jetzt merken wir, dass die Grenzen, die wir überschritten haben, unsere Existenz und mit uns die der ganzen Schöpfung bedroht.

Es ist heilsam, selbst Gemüse im Garten oder auch auf dem Balkon anzubauen. So manches Mal machen wir das wortwörtlich im Schweiße unseres Angesichts. Und der Erfolg ist nicht immer garantiert. Maden in den Kirschen, Schnecken auf dem Salat oder zu wenig Regen.  Wer versucht, nachhaltig und ohne Gift zu gärtnern, die gesetzten Grenzen zu respektieren, lernt auch zu staunen und sich zu freuen, wenn die Bohnen oder die Kartoffeln wachsen. 

Waltrud Kilian, Pastoralreferentin